Agrar-Entwässerung

JGS-Anlagen beherbergen wertvolle Futter- oder Düngemittel, gleichzeitig können sie bei unsachgemäßer Errichtung oder Betrieb eine Gefahr für die Umwelt darstellen. Bei der Lagerung von Silage in einem Flachsilo ist der austretende Gärsaft ursächlich für die besonderen Anforderungen, die an die bauliche Anlage gestellt werden.

Defekte JGS-Anlagen, wie z.B. Fahrsiloanlagen, führen immer wieder zu Verunreinigungen des Grundwassers, bzw. der in der Nachbarschaft befindlichen Vorflutern, Bächen und Flüssen. Gärsaft kann aufgrund der Säurebildung beim Gärprozess pH-Werte zwischen 4 und 5 erreichen. Die verwendeten Bauteile müssen demnach einen entsprechenden Säurewiderstand aufweisen. Außerdem ist ein besonderes  Augenmerk auf die Dichtigkeit der Konstruktion zu legen, da Gärsaft als wassergefährdend eingestuft wird. Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) § 62 müssen Gärfuttersilos so gebaut und betrieben werden, dass der bestmögliche Schutz der Gewässer erreicht wird.

Zum Schutz der Umwelt hat der Gesetzgeber nun reagiert:

Am 01.08.2018 hat der Bundesrat die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) in Kraft gesetzt, die in Zukunft den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen regelt. Ergänzend hierzu ist die neue TRwS 792 (Technische Regel für wassergefährdende Stoffe) für JGS Anlagen erschienen. Die TRwS 792 harmonisiert die 16 Rechtsverordnungen der Länder (RVO), die den Umgang mit JGS-Anlagen regeln und fasst diese nun in einer technischen Regel zusammen. Die TRwS 792 hat zukünftig den Charakter einer „allgemein anerkannten Regel der Technik“ und ist gemäß des Wasserhaushaltsgesetztes (WHG) rechtsverbindlich. Das bedeutet, dass diese Vorschrift angewendet werden muss.  Dies gilt für ortsfeste oder ortsfest genutzte Anlagen zum Lagern und Abfüllen von Jauche, Gülle, Silagesickersaft, Gärreste und Festmist.

Entsprechend dieser Vorschrift müssen z.B. nun alle Abwasserleitungen, die wassergefährdende Stoffe ableiten, kraftschlüssig verbunden, also verschweißt oder verklebt werden. Lagerbehälter müssen in vielen Fälle doppelwandig und über 25 m³ Volumen mit einer Leckageüberwachung bzw. Überfüllsicherung ausgestattet werden.


Zur Erfüllung der neuen Anforderungen hat die Fa. SABUG ein Komplettsystem für die Entwässerung von AwSV-Anlagen entwickelt


Mit einem umfassenden Qualitätskonzept werden alle Projekte gemäß den Vorschriften begleitet.

Von der Planung und Produktion bis hin zu Lieferung der  benötigten Bauteile.

Alle Produkte werden mit einem Höchstmaß an Know-how hergestellt.

Das IP-plus Schweißsystem verfügt über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt).

Die projektbezogen konstruierten Tank- und Behältersysteme werden grundsätzlich mit einem Werkszeugnis gemäß DIN EN 10204, einer Statischen Berechnung als auch einer werkseitigen Dichtheitsprobe ausgeliefert.

Ausführungsbeispiele

Fürdie Ausführung der Entwässerung von Fahrsilageanlagen gibt es eine Vielzahl vonAusführungen und Varianten. Alle Lösungen haben spezifische Vor- und Nachteile.

  1. Fahrsiloanlage mit Verregnung des Sickersaftes

2. Fahrsiloanlage mit Trennschächten

3. Fahrsiloanlage mit Trennsystem, außerhalb der Siloplatte

4. Fahrsiloanlage mit Trennschacht, Trennung auf der Rangierfläche

Natürlichsind auch weitere Ausführungen möglich. Welche Version der Abwasserableitung oderWasserspeicherung angewendet wird,  bestimmtletztlich der Betreiber. Aber in allen Fällen müssen die zuständigenWasserbehörden (untere Wasserbehörde oder das Landratsamt) zustimmen und einewasserrechtliche Erlaubnis erteilen. Dazu sind einige Unterlagen wie z.B.Lagepläne vorzulegen. Bitte achten Sie auch darauf, dass nicht alle hiergezeigten Ausführungen von allen unteren Wasserbehörden und Landratsämternzugelassen werden. Bitte fragen Sie zunächst bei Ihrer zuständigen Behörde.

 Die Fa. SABUG unterstützt Sie gerne bei der Auslegung Ihrer Entwässerungsanlage und macht Ihnen Vorschläge zur Ausführung, die die Arbeiten der Planungsbüros unterstützen. Die Dokumentation aller Anlageteile ist natürlich Bestandteil der Lieferung.

Die bindendePlanung der Anlage kann allerdings nur vom Betreiber selbst oder mit der Hilfevon Architekten oder Ing-Büros durchgeführt werden.

… Rufen Sie uns an – Wir helfen gerne!

Komplettlösung für die Verregnung oder Speicherbeschickung

Für das Verregnen oder Verpumpen des sogenannten „verunreinigten Regenwasser“ bzw. Sickersaft bietet die Fa. Sabug ein Komplettsystem für den Behälter incl. Absetzgrube.

Grundlage der Berechnung ist die Regenspende, die gemäß DWA 117 nach „KOSTRA“ für den Bauort der Anlage ermittelt werden muss. In Verbindung mit der angeschlossenen  Fläche ergibt sich daraus eine Regenmenge, die durch den Sickersaftbehälter „abgepuffert“ werden muss, bis die Pumpe nach und nach das verunreinigte Regenwasser auf die Verregnungsfläche oder in einen andere Speicher gepumpt hat. In der Regel legt man das 1-jährige Regenereignis zugrunde.

Hier gilt, je größer die Pumpe, umso kleiner kann der Vorratsbehälter ausgelegt werden. Allerdings haben größere Pumpe einen höheren Stromverbrauch und sind natürlich wesentlich teurer. Was gerade bei Ersatzinvestitionen dann auch zu Buche schlagen kann. Denn die Lebensdauer großer und kleiner Pumpen ist gleich.

Die Auslegung der Anlage erfolgt kostenlos und beinhaltet eine Kostenoptimierung hinsichtlich der Behältergröße und Pumpenleistung. Damit ist gewährleistet, dass der Behälter nicht unterdimensioniert wird.

Zum Schutz der Pumpe und der Verregnungsanlage selbst empfehlen wir die Behälter mit einer Sedimentationseinheit auszurüsten, die das grobe Material nach unten und oben abscheiden.